Der Heinitzsee bei Rüdersdorf - Filmkulisse und Taucherparadies
Der Heinitzsee war ein Kalksteintagebau, der von 1914 bis 1916 mit Grundwasser geflutet wurde.
Der Name des Sees geht zurück auf Friedrich Anton von Heynitz, Minister für das Bergwerks- und Hüttenwesen in Preußen von 1777 bis 1802. Ihm unterstanden somit auch die Rüdersdorfer Kalksteinbrüche.
Beginnend ab 1908 wurden dort und im benachbarten Woltersdorf etwa 50 Stummfilme gedreht, darunter Filme des legendären Filmstars Harry Piel wie z.B. “Das Gefängnis auf dem Meeresgrunde (1920), “Verächter des Todes“ (1920) und “Rivalen“ (1922/23). Viele Szenen dieser Abenteuerstreifen wurden am Heinitzsee und im Kalksteintagebau aufgenommen.
Schon in den 1950er- Jahren begannen die ersten Tauchsportenthusiasten die Unterwasserwelt des Heinitzsees zu erkunden und 1960 wurde die Tauchsportgemeinschaft des VEB Baustoffkombinates Rüdersdorf am Heinitzsee gegründet.
Anfang der 1970er- Jahre war es dann vorbei mit dem Taucher- und Badeparadies.
Zur Deckung des Bedarfes der DDR-Bauwirtschaft an Kalk und Zement wurde der See ausgepumpt und wieder zum Tagebau, zu dem er flächenmäßig noch heute gehört.
(Quellen: http://www.bergbauverein-ruedersdorf.de, https://www.stummfilm-magazin.de, http://www.ruedersdorfer-heimatfreunde.de, https://brandenburg.museum-digital.de)